Aktionen - 2011

HERBSTFAHRT NACH DÃœSSELDORF

29.10.2011 | Die diesjährige Herbstfahrt führte die Junge Union in die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens nach Düsseldorf

In den frühen Morgenstunden machte sich die Junge Union Königheim auf den Weg zu ihrer viertägigen Herbstfahrt in die Rheinmetropole Düsseldorf. Nach den ersten Eindrücken am Rheinufer besuchte die 25-köpfige Gruppe die Feuerwache 10 für Umweltschutz und technische Dienste. Dort wurden die technische Ausstattung und verschiedene Einsatzmöglichkeiten ausführlich erläutert. Neben den klassischen Einsatzfahrzeugen besitzt diese Wache einen 45-Tonnen-Mobilkran sowie eine Ölspur- Wasch- und Saugfahrzeug, mit dem Ölspuren ohne Einsatz von Bindemittel entfernt werden können. Darüber hinaus stehen zahlreiche Wechselaufbauten für spezielle Einsätze, wie Explosionen und U-Bahn-Unfälle, bereit. Im Anschluss ging es auf den Rheinturm, wo sich die Gruppe einen beeindruckenden Ãœberblick über die Geburtsstadt des Dichters Heinrich Heine verschaffte, der Düsseldorf mit den Worten „sehr schön“ rühmte. Auf der sich drehenden Plattform in 172,5 m Höhe schweifte der Blick bei Kaffee und Kuchen über die Stadt. Nach einem gemeinsa en Abendessen führte dann eine echte Düsseldorferin in die urigen Hausbrauereien der Stadt. Dort servierten uns die Kellner – Köbes genannt – in ihrer manchmal etwas rauen Art das typische „Alt“-Bier. Von den ursprünglich 70 Brauhäusern gibt es heute noch fünf in Düsseldorf, die ihr Altbier selbst brauen und vor Ort meist aus Holzfässern ausschenken. Der folgende Tag begann mit einer Stadtfundfahrt durch die verschiedensten Stadtviertel Düsseldorfs. Spektakuläre Einblicke erhielt die Gruppe im Medienhafen, dem Standort für moderne Medien- und Dienstleistungsunternehmen, wie WDR und FOCUS. Der Stararchitekt Frank O. Gehry, schuf hier den Neuen Zollhof. Er ist ein Ensemble aus drei Gebäuden unterschiedlichster Fassaden und scheint sich asymmetrisch hin und her zu bewegen. Direkt am Fuße des Rheinturms befindet sich der Landtag von Nordrhein-Westfahlen, dessen Architektur Transparenz und Offenheit ausdrückt. Anschließend ging es noch über ein Mitglied der „Familie“ - wie man die drei nahezu baugleichen Brücken ü er den Rhein nennt – in den Stadtteil Niederkassel. Die Rundfahrt endete in der Altstadt, die im Krieg zu 70 % zerstört wurde. Heute ist sie vor allem auch als „längste Theke der Welt“ mit 290 Kneipen, Brauereien und Restaurants bekannt. Am Nachmittag machte sich die Gruppe dann auf zur Esprit-Arena. Diese Multifunktionsarena wurde 2005 eröffnet und bietet mit 54.000 Plätzen verschließbarem Dach und modernster Klimatechnik Raum für Großveranstaltungen und Sportereignisse rund um den Fußball. Darüber hinaus war sie Bühne für den Eurovision Song Contest 2011 und bekannte Popgrößen wie Madonna, Rolling Stones oder Phil Collins. Die Esprit-Arena ist aber auch das Heimatstadion von Fortuna Düsseldorf, die zeitgleich mit dem Rundgang durchs Stadion den FSV Frankfurt mit 5:2 geschlagen haben. Am Vormittag des folgenden Tages wurde die Stadt dann auf eigene Faust erkundet. Viele nutzten dies um Düsseldorf auch als Modestadt kennen zu lernen. Möglichkeiten gab es hierzu zu genüge in den zahllosen Boutiquen und Fach eschäften entlang der Königsstraße, die von den Einheimischen auch liebevoll „Kö“ genannt wird. Entlang diesem letzten „öffentlichen Laufstegs der Republik“ verläuft zudem das Flüsschen „Düssel“, aus dem sich auch der Name der Stadt ableitet. Am Nachmittag kamen alle Oldtimer-Liebhaber bei der Führung durch das Meilenwerk auf ihre Kosten, wo zahlreiche Legenden der Straße bestaunt werden konnten. Anschließend machten sich die Teilnehmer dann auf zur Besichtigung der Brennerei Schmittmann. Dort wird seit 1818 Korn gebrannt. Zunächst führte ein Mitarbeiter durch die Traditionsbrennerei und erklärte Schritt für Schritt, wie aus Getreide und Darrmalz feinste Korndestillate entstehen. Im Fasslager wurde dann alles über besondere Lagermethoden erklärt, wo in zahlreichen Eichenfässern besonders feiner Edelkorn heranreift. Die Gruppe lernte aber nicht nur die theoretischen Geheimnisse der Brennkunst kennen: Natürlich konnten die Spirituosen auch verkostet werden. So manche gruselige Gestalt sah man anschließend am Ha loween-Abend in den verschiedenen Kneipen und Bars der Altstadt. Der letzte Tag der Herbstfahrt begann früh am Morgen mit der Fahrt nach Oberursel bei Frankfurt, wo eine Besichtigung des Braas-Dachstein-Werkes auf dem Programm stand. Bei einem Rundgang durch die Produktion konnte die Herstellung der Beton-Dachsteine begutachtet werden. Von der Qualitätsprüfung am Wareneingang, Mischung der einzelnen Komponenten, Auftragen der Betonmasse auf die Pressform, dem Farbauftrag bis hin zum Trocknen und Verpacken konnte sich jeder ein Bild von der Entstehung der „Frankfurter Pfanne“ machen. Anschließend ging es dann zu Rapp’s Kelterei in Karben, wo die JUler die 32 verschiedenen leckeren Fruchtsäfte probieren durften. Beim Rundgang durch den Betrieb gab es dann Informationen rund ums Unternehmen, die Beschaffung und Verarbeitung der einzelnen Rohstoffe. Während bspw. die Äpfel von den heimischen Obstbauern direkt angeliefert werden, stammen viele der Früchte aus aller Welt. Aber nicht nur Saft, sondern auch Apfelwein ird hier produziert, der natürlich ebenfalls verkostet wurde. Nach einem letzten Zwischenstopp in Weibersbrunn zum gemeinsamen Abschlussessen trat die Gruppe dann die Heimreise an und ist schon gespannt auf das Ziel für die Frühjahrsfahrt der JU-Königheim im neuen Jahr.