Politik - 2012

SCHULSTANDORTE ERHALTEN

08.08.2012 | Die Junge Union Main-Tauber hat sich in ihrer j├╝ngsten Kreisausschusssitzung mit den Pl├Ąnen der gr├╝n-roten Landesregierung, kleine Schulstandorte schlie├čen zu wollen, auseinandergesetzt. Der Kreisverband kritisiert die negativen Auswirkungen dieser Absicht f├╝r den Main-Tauber-Kreis scharf.

Die gr├╝n-rote Landesregierung hat angek├╝ndigt, neue Untergrenzen f├╝r den Erhalt von Schulstandorten beschlie├čen zu wollen und damit die Voraussetzung f├╝r die Schlie├čung von kleinen Schulstandorten zu schaffen. Diese Absicht kritisiert die Junge Union Main-Tauber auf das Sch├Ąrfste. Erneut sei der l├Ąndliche Raum der Leidtragende der gr├╝n-roten Landespolitik, da besonders in den l├Ąndlichen R├Ąumen kleine, dezentrale Schulstandorte bestehen, so Kreisvorsitzender Andreas Lehr. Mit einer angehobenen Untergrenze bei den Sch├╝lerzahlen als Bedingung f├╝r den Fortbestand eines Schulstandortes w├╝rden viele Schulen, besonders in den Ortschaften, vor dem Aus stehen, so Lehr weiter. Diese Entwicklung schw├Ąche erneut den Landkreis und man m├╝sse sich die Frage stellen, ob System hinter den st├Ąndigen Angriffen der Landesregierung gegen den l├Ąndlichen Raum stecke, so der Kreisvorsitzende.

Die Junge Union Main-Tauber machte deutlich, dass es nicht sein d├╝rfe, dass man von Seiten der Landesregierung st├Ąndig erkl├Ąre, dass Kompetenzen in der Schulpolitik an die Kommunen abgegeben w├╝rden, um vor Ort Entscheidungen ├╝ber das Schulangebot zu treffen, dann aber der gesetzliche Rahmen diese Entscheidungsm├Âglichkeit wieder ausheble. Letztlich w├╝rden dadurch nur die kommunalen Entscheidungstr├Ąger als S├╝ndenb├Âcke f├╝r die eigentliche Schulpolitik der Regierung missbraucht, um unliebsame und negative Entscheidungen vor Ort auszuf├╝hren.

Gerade kleine Schulstandorte w├╝rden das erf├╝llen, was in der modernen P├Ądagogik gefordert w├╝rde, so Bildungsreferentin Theresia Lanig, n├Ąmlich kleinere Klassenst├Ąrken und individuelle Betreuung des einzelnen Sch├╝lers. Es sei deshalb aus bildungspolitischer Sicht geradezu widersinnig, gegen kleinere Schulstandorte vorzugehen, so Lanig weiter. Mit dem Versuch dezentrale Standorte zu schlie├čen, wolle die Landesregierung lediglich den Druck auf die St├Ądte und Gemeinden erh├Âhen, die Gemeinschaftsschule umzusetzen. Dadurch w├╝rden vor Ort funktionierende, dezentrale Schulstrukturen zerst├Ârt, so Theresia Lanig.

Der Tenor der Sitzung machte mit Entschiedenheit deutlich, dass gerade der Main-Tauber-Kreis als Fl├Ąchenkreis ein dezentrales Schulangebot, das eben auch kleine Schulstandorte beinhaltet, unbedingt ben├Âtigt. Man m├╝sse zwar die allgemein sinkenden Sch├╝lerzahlen in k├╝nftige Planungen einbeziehen, d├╝rfe aber nicht die Augen vor den Strukturen vor Ort verschlie├čen, die es notwendig mache auch kleine Schulen f├╝r den Bildungsstandort Main-Tauber zu erhalten. Der Trend zu immer mehr Zentralisierung, heraus aus der Fl├Ąche und dem Abzug von Infrastruktur aus dem l├Ąndlichen Raum, der von der gr├╝n-roten Landesregierung betrieben w├╝rde, schade dem Main-Tauber-Kreis als bev├Âlkerungsschwachem Landkreis besonders. Mit dem Versuch kleinere Schulstandorte zu schlie├čen, entziehe man dem Bildungsstandort im Landkreis eine wichtige Grundlage und zerst├Âre die Fl├Ąchendeckung im Bildungsbereich. Unsere Schulen vor Ort m├╝ssen erhalten bleiben, wenn wir als Landkreis zukunftsf├Ąhig bleiben wollen, so die JU Main-Tauber.