Politik - 2005

JU FORDERT ST√ĄRKUNG DER FLURNEUORDNUNG

12.03.2005 | Kreisverbände Neckar-Odenwald und Main-Tauber verabschiedeten gemeinsamen Antrag


Odenwald-Tauber. Die beiden benachbarten Kreisverb√§nde der Jungen Union (JU) Neckar-Odenwald und Main-Tauber kamen in K√∂nigheim zu einem Treffen zusammen. Die beiden Kreisvorsitzenden, Nina Bender und Alexander Rechner (JU Neckar-Odenwald), hoben die intensive, gute und vor allem enge Zusammenarbeit der vergangenen Jahren hervor. So st√ľnde man im engen Kontakt und stimme sich immer wieder untereinander ab, unter anderem auch, wenn es um Angelegenheiten auf JU-Landesebene ginge - besonders in Fragen des L√§ndlichen Raumes und bei Initiativen auf Landesebene. Ferner zeigten sich die beiden Kreisvorsitzenden, die in Nordw√ľrttemberg und Nordbaden jeweils auch stellvertretende Bezirksvorsitzende sind, erfreut √ľber die gute Zusammenarbeit der beiden Bezirksverb√§nde.
Nach der Vorstellung der jeweiligen Sacharbeit und der kommenden Veranstaltungen befassten sich die beiden Kreisaussch√ľsse mit einem Antragsentwurf, den die JU Neckar-Odenwald-Kreis eingebracht hatte und der von Kreisvorstandsmitglied Rainer Steidl (Mudau) entwickelt worden war. In diesem Antrag sprechen sich die jungen Christdemokraten f√ľr eine nachhaltige St√§rkung der Flurneuordnung (FNO) in Baden-W√ľrttemberg aus. Die Flurneuordnung sei ein wesentliches Instrument zur St√§rkung des L√§ndlichen Raumes und spiele eine zentrale Rolle f√ľr die Wettbewerbsf√§higkeit des Standorts Baden-W√ľrttemberg.
Allein die Tatsache, dass mit FNO-Verfahren Investitionen get√§tigt w√ľrden, die bis zu siebenfache Folgeinvestitionen im l√§ndlichen Raum nach sich z√∂gen, mache die Bedeutung der Flurneuordnung deutlich. Davon w√ľrden auch die dort ans√§ssigen Unternehmen und Handwerker profitieren. Ohne FNO-Verfahren k√∂nnten wichtige Infrastrukturma√ünahmen im Land (beispielsweise der Bau der Rheintalbahn, Ortsumfahrungen, Hochwasserschutzma√ünahmen) nicht realisiert werden. Denn durch so genannte Unternehmensverfahren w√ľrden die ben√∂tigten Fl√§chen dem Bautr√§ger zugewiesen. So seien √ľber 300 neue FNO-Verfahren beantragt, die bis 2012 begonnen werden sollen.
Nach einer Diskussion verabschiedeten die JU-Mitglieder einstimmig diesen Antrag und beschlossen, diesen im JU-Landesverband als gemeinsamen Antrag einzureichen.

Kritik wurde ge√ľbt an der von den Neckar-Odenw√§lder Kreisgr√ľnen vorgesehenen so genannten "Umschalt-Party". In Anbetracht der Tatsache, dass durch das Abschalten des Kernkraftwerkes Obrigheim nicht nur Arbeitspl√§tze direkt oder indirekt verloren gingen, sondern vor allem auch ein immenser Kaufkraftverlust f√ľr die Region entstehe, sei nicht nachvollziehbar, dass die Kreisgr√ľnen dies feiern und bejubeln m√ľssen, brachte Kreisvorsitzender Alexander Rechner das Befremden der Jungen Union √ľber ein solches Fest zum Ausdruck.